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BDSM Fetisch Gothic Erotik Gegenerde
Vollständiger Machtaustaus zwischen Herrin und Sklavin

TPE

Januar 30th, 2012 in SM-Lexikon by tarl

“Total Power Exchange” oder zu deutsch “Totaler Machtaustausch” ist ein Partnerschaftskonzept in der BDSM-Szene, welches Sadomasochismus beinhalten kann, bei der sich der devote Partner dem Dominanten in allen Lebensbereichen als Sklave oder Sklavin unterwirft. Der Schwerpunkt der Beziehung beruht jedoch auf Dominanz und Unterwerfung. Angestrebt wird hierbei die vollständige unterwerfung des devoten Partners (Bottom, Sub, Sklave, Sklavin) unter den dominanten Partner (Top, Herr, Herrin)

SM-Dokumentarfilm

Heute weiß es jeder…!

November 20th, 2011 in BDSM-Filme by tarl

Kommenden Sonntag den 27. November 2011 wird in der Kofferfabrik in Fürth bei Nürnberg der Dokumentarfilm “Heute weiß es jeder…!” – “S/M bedeutet Sado-Masochismus 1960 wusste ich´s nicht!” erstmals dem fränkischen Publikum öffentlich gezeigt. Ein Dokumentarfilm mit wie ich finde sehr viel Tiefgang von Ralph Kiening und Gerhard Stahl. Darin erzählt die heute 72-Jährige Ingrid U. über ihr Leben mit S/M und über das was man 1960 darunter verstand.

“Mein Leben war die Liebe zu meinem Mann und die intensive sado-masochistische Ehe mit ihm über 45 Jahren.”

Vor kurzem Gewann diese Dokumentation den Festival Award 2011 in der Rubrik Bester Dokumentarfilm auf dem Kieler Fetisch Film Festival.

Correctness, Covern und Codeword

November 13th, 2011 in SM-Szene by tarl

Wer sich für den Weg des persönlichen Kennenlernens und des langsamen miteinander Wachsens entscheidet, dürfte beim Gefahrenpotential der ersten gemeinsamen SM-Session ziemlich aus dem Schneider sein. Trotzdem: egal ob es nun schnell oder langsam ans Andreaskreuz geht… möchte ich hier einfache Sicherheitsmaßnahmen empfehlen, um glücklich und unbeschadet aus einer Session wieder herauszugehen.

Correctness:
Vor einem Treffen mit einem unbekannten Spielpartner sollte generell mit offenen Karten gespielt werden. Das heisst, man teilt sich gegenseitig einiges über seine Wünsche, Tabus und Erfahrungen mit, damit der andere auch weiss, worauf er sich einstellen kann oder muss. Wer hier lügt, schneidet sich letztendlich ins eigene Fleisch und wird mit ziemlicher Garantie ungeile Erfahrungen, einen Absturz oder grenzenlose Überforderung erleben und bringt sich ebenso wie den Spielpartner in eine kritische Situation die leicht vermieden werden kann.

Das erste Date und seine Herausforderungen

Oktober 30th, 2011 in SM-Szene by tarl

Jeder SMler welcher auf Partnersuche ist und einen netten Menschen gefunden kennt es. Wenn das Kopfkino aktiv ist und die Endorphine tanzen. Herrlich! Auch wenn einem nun die eigene Phantasie jetzt zum “endlich ausleben” verführen will, sollte man den gesunden Menschenverstand nicht gänzlich verlieren. Wichtig ist zunächst mal die Entscheidung, ob ich eine Liebes- oder Spielpartnerin suche. Wer sich selbst bereits diese Frage nicht genau beantworten kann, wird höchst wahrscheinlich einige Enttäuschungen erleben und die gilt es doch im Grunde zu vermeiden. Schliesslich geht es wie beim ersten Sex, damals im Teenageralter um eine erste Erfahrung die einen in dieser neuen Sexualität prägen wird. Ist sie schön, aufregend und interessant, bekommt man Lust darauf sie weiterzuentwickeln, schlechte Erlebnisse können diese Lust an BDSM ganz schön vermiesen. Kleiner Tipp von mir: in Ruhe erst mal den Menschen kennenlernen und danach gemeinsam nachfühlen, ob man es vielleicht miteinander probieren will. Langsame Schritte können die schönsten sein und mit der Zeit wird man feststellen, dass eine Session bei weitem nicht “extrem” sein muss, um wunderbare Kicks und aufgeregte Atemlosigkeit freizusetzen.

Kontaktaufnahme zu SMlern

Oktober 16th, 2011 in SM-Szene by tarl

Im heutigen Artikel geht es um die ersten Gehversuche innerhalb der SM-Szene, über all die SMler welche den Austausch mit Gleichgesinnten suchen. Hierzu gibt es sehr viele Möglichkeiten, mit der BDSM-Szene in Verbindung zu treten. Hier möchte ich anmerken dass mit SM-Szene oder BDSM-Szene eine Gruppierung von Personen mit ähnlichen Vorlieben und Interessen gemeint ist, welche intensiv miteinander kommunizieren und häufig sogar Freundschaften schließen und im Allgemeinen SM-Neulingen freundlich und unterstützend gegenüberstehen. Hier nun möchte ich einige Möglichkeiten aufzeigen um mit diesen Menschen ins Gespräch zu kommen.
“Die Suche” oder:
“Hey – vielleicht gibts ja noch mehr Leute mit solchen Vorstellungen…”

Klar, es gibt BDSMler überall, in allen gesellschaftlichen Schichten. Es gibt Männer, Frauen, Aktive, Passive, Switcher, Homosexuelle, Transsexuelle und alle lieben die weitreichenden Facetten des BDSM. Auch wenn SMler als “Minderheit” leider manchmal noch immer Diskriminierungen ausgesetzt sind, haben wir selbst die Toleranz auch nicht unbedingt gepachtet. Jeder ist durch eigene Erfahrungen geprägt, möchte als Einzelner mit individuellen Vorlieben wahrgenommen werden und setzt sich dabei seine persönlichen Grenzen – auf deren Respektierung er besteht.

Die ewige Suche…

September 28th, 2011 in SM-Szene by tarl

“Die Kontaktanzeige” oder: ” Die ewige Suche der Königskinder….”

SM-Kontaktanzeigen sind wie im normalen Leben die Möglichkeit, jemanden sozusagen “per Ausschreibung” zu finden, um dann beim persönlichen Kennenlernen festzustellen, ob auch wirklich genug Sympathie und Gefühl existiert, um sich lieben zu wollen. Obwohl – das “Lieben wollen” muss Mensch natürlich selbst entscheiden und hängt davon ab, wonach man denn eigentlich sucht. Vielleicht richtet sich die Suche ja auch nur an einen Spielpartner bzw. eine Spielpartnerin – rein auf einer Spielbeziehung basierend. Wie auch immer: Gerade im BDSM Bereich macht die Kontaktanzeige auch heute noch Sinn und vielleicht braucht es dazu einige Anläufe – aber ich würde sie aus eigener Erfahrung durchaus empfehlen. Üblicherweise sind Kontaktanzeigen von Herren häufiger vertreten, liegt wohl irgendwie auch in der Natur des Jägers. Das trifft sich aber gut, denn eines ist sehr auffälig: Frauen in SM-Kreisen haben unabhängig von ihrer eigenen sexuellen Neigung regen Zuspruch und geben deshalb eher ungern Anzeigen auf, um nicht mit massenhaften Zuschriften “überschwemmt” zu werden. Jedoch, und das ist die gute Nachricht für die Männer: Die Damen lesen Kontaktanzeigen und wählen sehr bewusst ihre Favoriten aus.

Top und Bottom in einer SM-Session

Partner und Spiele

September 22nd, 2011 in SM-Szene by tarl

Heute startet wieder eine kleine Artikelserie. Diesmal geht es um die Suche nach dem geeigneten Partner um die eigenen sexuellen Neigungen gemeinsam auszuleben. Gerade im SM-Umfeld ist die Partnersuche nicht immer ganz leicht. Obwohl auch SMlern meiner Meinung nach die gleichen Möglichkeiten der Partnersuche zur Verfügung stehen wie Vanillas gibt es doch einige Stolpersteine. Hierzu möchte ich in den kommenden Wochen auf folgende Themenschwerpunkte eingehen

Die Kontaktanzeige
Sie ist wohl die bekannteste Möglichkeit, ein Partnergesuch zu veröffentlichen und auch in Zeiten von Flirtcommunities und dem Web 2.0 einfach nicht totzukriegen. Die Formulierung von etwas Text kann sich durchaus auch als Hürde herausstellen. Mehr dazu demnächst in diesem Blog

Das erste Date und andere Herausforderungen
War die Kontaktanzeige irgendwann (hoffentlich) erfolgreich und hat man so manche Reaktionen darauf erhalten, folgt meistens die Kontaktaufnahme zunächst per Mail oder Chat, später etwas persönlicher via Telefon. Irgendwann verabredet Mensch sich zum ersten Date…

Sklavenvertrag

August 29th, 2011 in SM-Lexikon by tarl

Bevorzugt von D/s-lern genutzte schriftliche Form, um ein menschliches “Besitzverhältnis” zu regeln. Derartige Sklavenverträge haben eher rituelle Hintergründe, entbehren rechtlich allerdings jeder Form.

Die Unterwerfung des Sub wird seitens des Herrn/der Herrin manchmal durch Symbole wie zum Beispiel ein besitzanzeigendes Halsband, besondes geartete Tätowierungen, Intimschmuck oder sehr kurzgeschnittenem Haar bis hin zu Glatzen nach außen hin gerne demonstriert. Vereinzelt findet man besonders in länger andauernden D/s-Beziehungen dieses Machtverhältnis in sogenannten „Sklavenverträgen“ schriftlich festgehalten. Diese symbolische Handlung soll eine innige Verbundenheit beider Partner und ihre gemeinsamen Vorstellungen „verbindlich“ festhalten. Rechtlich sind diese „Sklavenverträge“ natürlich in keiner Weise verbindlich, da sie nach allgemeiner Auffassung zum Beispiel gegen die guten Sitten verstoßen und aufgrund dessen nach § 138 BGB nichtig sind. In der Vergangenheit führte die Existenz derartiger Schriftstücke in verschiedenen Zusammenhängen immer wieder zu drastischen Schlagzeilen in der allgemein als reißerisch bekannten Boulevardpresse, da in Sklavenverträgen das Innenverhältnis und vereinbarte Praktiken durchaus sehr detailliert aufgeführt werden. Bei eher weniger gut informierten Dritten führen derartige aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang gelöste Informationen regelmäßig zu starker Ablehnung und einer allgemeinen Verurteilung der dem Schriftstück zugrundeliegenden Beziehung.

Professionelles II: Beratungs- und Hilfsangebote

April 3rd, 2011 in BDSM by Kajira

Im Rahmen von BDSM werden ganz bewusst Grenzen verschoben, starke und schwache Positionen eingenommen, wird mit Machtgefällen experimentiert. Alles wunderbar, solange einvernehmlich und ganz bewusst miteinander umgegangen wird. Aber: und da hilft auch kein Augenverschließen: es gibt sehr wohl Fälle in denen BDSM plötzlich eine Problemstellung einnehmen kann, in denen es zu Mißbrauchssituationen und realen Gewalthandlungen kommen kann, oder zumindest jede Menge Fragen über einen hereinbrechen können. Nicht öfter als in SM-freien Beziehungen, aber eben auch. Der Unterschied ist dann nur, daß es für BDSMler oftmals viel schwieriger ist, in solchen Fällen die richtigen Ansprechpartner zu finden, die unvoreingenommen zuhören und konkrete Hilfe bieten können. Aus diesem Grund wurden einige Hilfsangebote ins Leben gerufen, die jedem BDSMer in Notsituationen offen stehen:

Bereits gebunden – dem Ehepartner SM “beibringen”?

März 15th, 2011 in BDSM by Kajira

Eine wirklich berechtigte Frage und die gute Nachricht gleich zu Anfang: ja, ich bin grundsätzlich davon überzeugt, dass in Beziehungen mit einer guten gemeinsamen Ebene, das Thema SM prinzipiell möglich ist. Besonders unter Paaren mit aufgeschlossenem Sexualleben, die respekt- und liebevoll miteinander umgehen, dürfte ein mögliches SM Geständnis keinen Weltuntergang auslösen. Sicherlich darf man keine schnellen Wunder erwarten – dessen muss man sich stets bewusst sein. Es bedarf sehr viel Zeit und Einfühlungsvermögen um dem Anderen die Möglichkeit zu geben, sich auf das Thema erst mal einzulassen, zu hinterfragen, eigene Vorstellungen zu entwickeln und letztlich auch Ängste zu benennen. Mal eben am Mittagstisch mit der Meldung “Hey Schatz, eigentlich hätte ich Dich gerne als richtig fiese Domina” herauszuplatzen, ist Garantiert nicht der richtige Weg. Wesentlich mehr Sinn macht es da, behutsam über kleine eigene Wünsche zu berichten oder mal Ideen in den Raum zu stellen, die der Partner auch fähig ist zu erfüllen. Sexualität ist keine Pflichveranstaltung, man muß sie sich zutrauen können, eigene Phantasien entwickeln und auch ein wenig Mut an den Tag legen. All das kann ich als Partner mit SM Träumen unterstützen, indem ich nicht drängle, sondern ganz kleine Häppchen an Möglichkeiten streue. Also bitte nicht mit dem Latexcatsuit nach Hause kommen, sondern vielleicht mit Seidentüchern die Auslieferungsvariante vorschlagen. Ohne Druck und auch ohne große Erwartenshaltung. Und ganz besonders wichtig: OHNE Schuldzuweisungen und emotionale Erpressungsversuche.