Fetishfashion: genähtes Latex
Über zwei Varianten der Latexverarbeitung zur Herstellung von Fetischoutfits habe ich ja bereits berichtet. Neben der flüssigen, respektive getauchten oder der verklebten Verarbeitung von Latex kann man dieses sehr anschmiegsame Material auch vernähen. Dieses der konventionellen Textilverarbeitung sehr ähnliche Verfahren wird besonders gerne bei der Herstellung von hochwertiger und hochpreisiger Oberbekleidung eingesetzt. Kleinere Latex- bzw. Fetischmanufakturen haben derartige Gummikleidung im Portfolio.
Latexmäntel, Latexjacken, oder Latexhosen erhalten auf diese Weise ihr markantes Nahtbild. Für enge und eng anliegende Latexwäsche ist das Vernähen eher weniger geeignet, da die Nähte nur wenig elastisch sind. Das Garn kann reißen oder sich in das Latex einschneiden und so zum einen den Tragekomfort erheblich einschränken und zum anderen die Lebensdauer der Stücke wesentlich verkürzen. Zum Vernähen der Einzelnen Teile muss zudem auf dickeres Latex zurückgegriffen werden denn je dünner das Material, desto elastischer ist es – dementsprechend instabiler wäre die Naht.

