Wie benimmt man sich eigentlich als Top?
Schreien oder wirken?
Gleiche Pflicht für alle! Was in meinem letzten Artikel über BDSM für submissive Menschen galt, ist mehr oder minder auch ohne Abstriche für dominante Zeitgenossen zu übernehmen. Außerhalb von Spielsituationen zählt der Mensch – nicht die Rolle. Es existieren im Grunde keinerlei Veranlassungen mein komplettes SM Umfeld dominieren zu wollden oder müssen und Freundlichkeit ist auch für die Damen und Herren Tops eine Zier. Aber vielleicht auch hier einige Anregungen zu dominantem Verhalten, wenn es “darauf ankommt”: Souveränität ist das Zauberwort, dass bei submissiven Spielpartnern den richtigen Schalter umlegt. Hysterie, Schrei-Arien oder übertriebene Darstellungen machen jeden Top bildlich gesprochen zum lebenden Comic. Glaubhafte Überlegenheit kommt von Innen, ist selbstverständlich und strahlt auch eine gewisse Ruhe aus. Dominanz darf humorvoll sein, Dominanz kann lächeln, sie muß nicht verkniffen sein. Dominanz beherrscht durch Klarheit und Überzeugung. Mentale Stärke und Phantasie sind ein unschlagbares Doppel. Sichere Stimme kann leise sein, denn wer schreit hat unrecht, das ist weitreichend bekannt. Und: auch der dominante Part darf sich sehr wohl auch Schwächen leisten, ebenso wie der submissive niemals seine Stärke zu verlieren braucht. Eigentlich ist das alles doch nicht so schwer oder?

