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Gor – Fetisch – BDSM – Gothic – Erotik
SM-Dokumentarfilm

Heute weiß es jeder…!

November 20th, 2011 in BDSM-Filme by tarl

Kommenden Sonntag den 27. November 2011 wird in der Kofferfabrik in Fürth bei Nürnberg der Dokumentarfilm “Heute weiß es jeder…!” – “S/M bedeutet Sado-Masochismus 1960 wusste ich´s nicht!” erstmals dem fränkischen Publikum öffentlich gezeigt. Ein Dokumentarfilm mit wie ich finde sehr viel Tiefgang von Ralph Kiening und Gerhard Stahl. Darin erzählt die heute 72-Jährige Ingrid U. über ihr Leben mit S/M und über das was man 1960 darunter verstand.

“Mein Leben war die Liebe zu meinem Mann und die intensive sado-masochistische Ehe mit ihm über 45 Jahren.”

Vor kurzem Gewann diese Dokumentation den Festival Award 2011 in der Rubrik Bester Dokumentarfilm auf dem Kieler Fetisch Film Festival.

Fetisch Film Festival 2011 in Kiel

4. Fetisch Film Festival in Kiel

Oktober 6th, 2011 in Allgemein by tarl

Das Festival beginnt am Dienstag den 25. Oktober 2011 und dauert bis zum 29. Oktober 2011. An fünf Abenden werden im Traum Kino Kiel eine große Auswahl an Kinofilmen, Dokumentationen, Kurzfilme und Musikvideos zum Thema Fetischismus, BDSM und erotische Fantasien aufgeführt. Bei den gezeigten Werken handelt es sich überwiegend um Premieren beziehungsweise Erstaufführungen im deutschsprachigen Raum. Teilweise werden die Filme in der Original Sprache, original mit deutschen Untertiteln oder gänzlich auf deutsch synchronisiert vorgeführt. Wenn ich mir den Spielplan so anschaue, ist es auf jedenfall eine günstige Gelegenheit Filme anzusehen, an die man sonst nur sehr schwer herankommt. Für einige Filme interessiere ich mich persönlich ganz besonders:

Maximum Shame
Hierbei handelt es sich um ein BDSM-lastiges Musical und könnte interessant werden

Behind the Whip
Bei diesem Kurzfilm handelt es sich um ein Portrait über eine professionelle Domina

Indietro
Ein qualitativ hochwertig anmutender Film über BDSM – produziert in den Kink-Studios

Die Kunst und Sünde Silvesterorgie

Bericht: Kunst und Sünde Silvesterorgie

Januar 3rd, 2011 in SM-Szene by tarl

Das neue Jahr ist nun schon drei Tage alt. Ich brauchte noch ein paar Tage der Entspannung und möchte Euch allen nun auch gleich zu Beginn ein frohes neues Jahr wünschen. Ich habe den Jahreswechsel auf der Kunst und Sünde Silvesterparty hier in Nürnberg verbracht und der Weg hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Selten ist das Cult so voll und viele Menschen haben sich mit ihren Outfits richtig Mühe gegeben und die liebe EmilieSchwarz ist den ganzen Abend als Jahreswechselfee durch die Hallen gehuscht. Traditionell wurde das reichhaltige Buffet direkt im Anschluss an “Dinner for one” eröffnet. Ein großes Highlight war dann kurz vor Mitternacht der Auftritt Peter und Petra, auch bekannt als spellBoundTango mit ihrer faszinierend schönen Bühnenshow.

Direkt im Anschluss machte Jasmin auf der Bühne ihrem Stefan einen Heiratsantrag den er auch angenommen hat. Und schon war es soweit: Prosit Neujahr! Der leichte Schneefall in Kombination mit der verschneiten Umgebung ließ die Feuerwerke Nürnbergs zusätzlich erstrahlen.

Das musikalische Spektrum war sehr breit gefächert – und die Tanzfläche war zu jeder Zeit sehr gut gefüllt. Die DJ´s haben ihren Job richtig gut gemacht. Hat spaß gemacht, mit vielen netten Menschen zu feiern und auch ein paar neue Kontakte zu knüpfen.

Outing: von Sinn und Unsinn SMiger Offenheit

Dezember 28th, 2010 in BDSM by Kajira

Was eigentlich ist grundsätzlich mit Outing gemeint? Eigentlich ist es doch nur die Tatsache, verhältnismäßig offen mit der eigenen “sexuellen Neigung” umzugehen. Outing heisst jedoch keinesfalls, mit einem Perversenstempel herumzulaufen und der nächsten Kassiererin im Supermarkt die eigene Sexualität und vor allem die Neigung unter die Nase zu reiben. Gemeint ist vielmehr, im Kreise von nahestehenden Menschen, auch diese Seite nicht tot zu schweigen. Die Meinungen zu Outing gehen unter Sadomasochisten weit auseinander und oftmals wird die Intention einfach mißverstanden. Selbstverständlich geht es prinzipiell niemanden etwas an, wer was in wessen Schlafzimmer auch immer so alles treibt. Aber was ist denn, wenn ich z.B. gerne auf einschlägige Partys gehe? Oder es einfach nicht akzeptieren will, daß meine Leidenschaften falsch als “Perversität” betrachtet werden? In einem geplanten Blogbeitrag geht es um das Thema “Ehepartner der mit SM Wünschen konfrontiert wird”. Es gibt Beispiele für schreckliche Rosenkriege, die entstehen, weil Menschen nicht richtig informiert sind und zu gerne das “Perversenbild” zeichnen. Diese Fehleinschätzung könnte vermieden werden, wenn SM Öffentlichkeitsarbeit mehr Unterstützung finden würde. Wenn sich das Bild SM in der Gesellschaft positiv verändert, würden auch die Ängste von Betroffenen zurückgehen, könnte leichter im eigenen Umfeld Klartext gesprochen werden. Natürlich ein kleiner Teufelskreis, denn irgendeiner muß ja mal damit anfangen, damit ein Wandel eintreten kann, der möglichst vielen hilft. Es gibt Menschen, die diese Schritte anstossen. Entweder weil sie etwas verändern wollen, oder weil sie einfach keine Lust auf Versteckspiele haben. Von manchen SMlern werden sie als extrovertierte Selbstdarsteller gesehen, was in meinen Augen Unsinn ist.

Ring der O

Dezember 17th, 2010 in SM-Lexikon by Kajira

Meist Bezeichnung für eine Sklavin. Bezugnehmend auf den Buchklassiker “Die Geschichte der O” von Pauline Reage (erschienen 1954 in Frankreich). Auf diesem SM Roman gründet auch die Entstehung des “Ring der O”, der gerne als Erkennungszeichen unter SMern getragen wird. Hierbei handelt es sich um einen Schmuckring, der einen weiteren, kleinen Ring aufweist. Üblicherweise tragen Aktive ihn an der linken, Passive an der rechten Hand.

Solch ausgefallenes Latexoutfit erfüllt auf jeden Fall den Dresscode

Dresscode

Oktober 22nd, 2010 in SM-Lexikon by Kajira

Das ist die englische Bezeichnung für Kleiderordnung. Auf vielen Fetischparties und anderen SM-Veranstaltungen wird die Erfüllung einer bestimmten Kleidervorschrift z.b. Lack, Leder Latex, fantasy, Uniform, sexy, frivol, noncotton und anderen Fetischen verlangt bzw. falls er nicht ganz so streng gehandhabt wird, bestehen die meisten Veranstalter zumindest auf schwarze Kleidung oder Abendgarderobe. Schließlich zeigt man durch die Wahl seiner Kleidung eine gewisse Zugehörigkeit zur Szene und Fetischisten ebenso wie reine BDSM-ler werden eben nun mal gerne schief angeschaut. Gleichzeitig lässt sich durch den Dresscode so der Anteil an Spannern und Gaffern erheblich reduzieren – obwohl es auf Fetisch- und SM-Parties sehr wohl freizügig zugeht.

Lifestyle-SM oder Naturveranlagung

Oktober 5th, 2010 in BDSM by Kajira

Oder die Suche nach dem eigenen Weg.

Zwei ebenso provokante wie falsche Bezeichnungen, die leider durch manche Köpfe schwirren, aber eigentlich verbannt gehören. Letztendlich benennen sie die beiden unterschiedlichen Intentionen von SMern.

Lifestyle: Der verspielte Umgang mit Lust und Experimenten

Naturveranlagung: Ritualgeprägte Hingabe, die einen ernsthaften Anspruch an gelebte Neigung stellt.

Das ganze erinnert irgendwie ein wenig an “echten und falschen SM” und irgendwie auch an ein “Krankheitsbild” oder “Zwangssexualität” und gehört allein schon deshalb in die alte Mottenkiste. Richtig ist allerdings, dass es eine Komponente gibt, welche die elementare Unterschiedlichkeit im Umgang mit BDSM zeigt: DS. Devotion, Domination und Submission sind “Spielarten”, die eine Grundeinstellung zu psychischen Kicks beinhalten. Vielen DSlern ist es daher wichtig, klare Machtstrukturen in ihrer Sexualität, ihren Bindungen, auch ihrer Lebensform zu spüren.

Total Power Exchange (TPE)

August 17th, 2010 in BDSM by tarl

Bei Total Power Exchange, meist kurz nur TPE genannt, handelt es sich um das wohl weitreichendste BDSM-Rollenspielkonzept überhaupt. Streng genau betrachtet handelt es sich bei TPE im Grunde nicht wirklich um ein Rollenspiel im eigentlichen Sinne. Denn letzteres würde ja auch irgendwann wieder enden. Wesentlich besser lässt sich Total Power Exchange als dauherhaftes Partnerschafts- und Lebenskonzept umschreiben, in das sich zwei Partner mit diesen Neigungen dauerhaft einfügen.

Bei Paaren, welche diesen absoluten Machtaustausch leben, unterwirft sich der eine Partner dem Anderen vollständig und in allen Lebensbereichen. Sadomasochismus kann dabei ein Teil der eher sexuellen Handlungen des Paares sein – muss es aber nicht. Hauptsächlich liegt der Schwerpunkt in TPE-Beziehungen auf dem Prinzip von Dominanz und Unterwerfung. Der devote Partner unterwirft sich dem dominanten permanent und in allen Bereichen, ohne zeitliche Abgrenzung. Beide Partner sind sich des so entstehenden Machtgefälles zumindest geistig völlig bewusst. Theoretisch kann der Top sozusagen auch über die Finanzen, den Beruf, die Freunde und die familiären Beziehungen des Bottom bestimmen. Von Paar zu Paar variiert die Ausprägung der ausgeübten Macht aber sehr stark, gewöhnlicherweise bedingt durch die individuellen Lebensumstände eines jeden Paares, welche eine komplette Machtübergabe in der Praxis nur schwer bis gar nicht möglich machen.

Christopher Street Day 2010 in Nürnberg

Christopher Street Day 2010 in Nürnberg

August 10th, 2010 in SM-Szene by tarl

Vergangenen Samstag war der Christopher Street Day hier in Nürnberg. Da war ich gleich aus zwei Gründen dabei. Zum einen, weil ich schon immer mal den CSD live erleben wollte. Zum anderen hatte Lor von knotenpunkt.de mich gebeten, für seinen Stand als Fotograf und Helfer beim Aufbau tätig zu sein. Das war er mal wieder, der Zwiespalt. Einerseits möglichst viel mitbekommen, andererseits aber auch immer am Stand präsent zu sein. Lor hat mit seinem mobilen Bondagerahmen für große Aufmerksamkeit gesorgt. Am Umzug selbst habe ich nicht teilgenommen um in meine Rolle als Fotograf zu schlüpfen. Dafür habe ich den Umzug eben mehrfach gekreuzt. Immerhin hatten wir schönes Wetter, was man in letzter Zeit sonst nicht behaupten konnte. Hier mal eine kleine Abfolge eines interessanten, aber auch anstrengenden Tages:

10:00 Uhr: Treffen mit Lor vorm Pranger, einem Lokal in der Ottostraße um erst später benötigtes Equipment dort einzulagern (war zu früh dran, aber die Polizei half mittels Personenkontrolle dass die Zeit schneller verging)

11:00 Uhr: Weiterfahrt zum Berliner Platz – Montage des Bondagerahmens, schnelles Frühstück aus Kaffee und Kippen, Präparieren der Zugtiere, allgemeine Vorbereitung für den Umzug, Aufstellung für den Umzug

13:30 Uhr: Beginn des Umzugs über die Äußere Bayreuther Straße richtung Innenstadt. Für mich als Knipser alles andere als ein gemütlicher Marsch – mehrmals den Zug überholen und dabei noch möglichst gute Standpunkte finden von denen ich meine Aufnahmen machte

15:30 Uhr: Der Stand (= Bondagerahmen) am Jakobsplatz wurde eröffnet und Lor´s erste Opfer trafen ein. Bis 22:00 Uhr war ich primär mit Fotografieren am Stand beschäftigt.

Kunst und Sünde

KUNST UND SÜNDE – Tanz’ Deine Lasterhaftigkeit

Juni 4th, 2010 in SM-Szene by tarl

Am ersten Juli-Samstag ist es wieder soweit – im Cult findet zum wiederholten male, veranstaltet von der Kulturmaschine Berlin die Kunst und Sünde Party statt. Sie steht unter dem Motto “Die Orgie in der Stadt der Kaiserburg” oder auch “tanzen, ficken, AUA sagen – musikalisch untermalt mit Swing, Soul und Disco-Glamour. Aufwendig geschminkte, nackte Schönheiten, beschriftet mit lyrischen Texten reichen Süßes aufm Silbertablett.

Zitat: “Kommt so, wie Ihr Euch schön findet und erlebt eine Nacht voll Leidenschaft. Genießt Euch und Eure Lust in schönem Ambiente – ganz egal, ob Ihr schwul oder hetero, harter Dom oder Domme, unterwürfiger Sub oder liebreizende Sklaven, Transvestiten seid oder ob ihr Sack-und-Asche tragt, Old-School oder New-School, S/Mer oder D/Ser oder sonstwas”