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Latexkleidung reparieren

November 2nd, 2010 in Fetisch by tarl

Egal wie sehr man sich über kaputte Latexsachen ärgern mag, sollte man doch erst mal Ruhe bewahren bevor man selbst zu drastischeren Maßnahmen greift. Viele Hersteller wie zum Beispiel Blackstyle in Berlin bieten neben dem Verkauf ihrer Latexkollektionen auch einen Reparaturservice. Und wer etwas handwerklich beziehungsweise bastlerisch begabt ist, kann durchaus selbst versuchen, Hand anzulegen. Den Versuch wäre es zumindest allemal wert.

Bevor man mit der Reparatur beginnen kann, sollte man sehr gründlich die zu verklebenden Flächen reinigen. Besonders sollte der beschädigte Bereich frei von Silikon oder Polituren sein denn diese Pflegemittel sind zugleich auch Trennmittel (zusammengeklebte Latextrümpfe sind aber auch sowas von ärgerlich) welche die Haftung des Klebers verhindert.

Zutaten zur Latexreparatur

  • Reiniger
  • Latexkleber
  • Gummilösung
  • Latexreste

All das bekommt man auf Anfrage in den meisten Latexmanufakturen wie Blackstyle oder Macinger gegen einen kleinen Obulus. Manche führen diese Sachen auch regulär im Sortiment. Was die Latexreste anbelangt, darf man aber ruhig etwas wählerisch sein – gerade was Latexstärke und Farbe anbelangt.

Praktische Reparaturtipps

Kleiner Riss oder Triangel

Zunächst sollte man die Klebefläche auf der Innenseite um den Riss herum gründlich säubern. Danach die Außenseite mit Klebeband fixieren und dabei auf exakt aneinanderliegende Risskanten achten. Nun lässt sich der Riss auf der Innenseite mit etwas dünnerem Latex abkleben

Teilweise herausgerissener Reißverschluss

Reißverschlüsse haben gewöhnlich ein ganz normales, aus der Textilverarbeitung bekanntes Trägerband. Dieses muss vor dem erneuten einkleben erst mal vollständig gummiert werden. Dazu tränkt man das Stoffband des Reißverschlusses gründlich mit Latexkleber. Dieser muss nun vollständig austrocknen. Die auf diese Art gummierte Oberfläche lässt sich nun wie Latex verarbeiten und problemlos wieder einkleben.

Kompletten Reißverschluss austauschen

Sollte einmal der Fall auftreten, dass ein Reißverschluss gänzlich unbrauchbar wird, kann man diesen durchaus auch austauschen. Dazu schneidet man den Reißverschluss ganz dicht an der Latexkante heraus – die Verklebungen zwischen Stoff und Latex lassen sich nicht lösen. Nun muss das Textilband des neuen Reißverschlusses mit Latexkleber erst mal gummiert werden und anschließend vollständig abtrocknen. Nun lässt sich der auf diese Art vorbereitete Reißverschluss wieder mit allen Latexflächen verkleben.

Theoretisch könnte man auch herausgerissene Druckknöpfe, Schnallen oder Ösen wieder reparieren – Ersatz ist gewöhnlich eher problemlos zu bekommen – aber ich habe da so meine Zweifel, wie es nach der Reparatur mit Stabilität aussieht. Angearbeitete Handschuhe und Socken lassen sich auch austauschen wobei ich hier bei Rissen eher von einer Reparatur abrate – ein eingesetztes Latexstück kann sehr drücken und unangenehm stören. Hier ist es besser, den ganzen Fuß oder Handschuh ab dem Handgelenk zu ersetzen.

Wenn nun aber das Latex aufgrund von schlechter Lagerung in Verbindung mit der Einwirkung von Fetten an Elastizität verliert und im schlimmsten Fall bereits beginnt sich aufzulösen gibt es keine Rettung mehr. Hiergegen hilft nur vorbeugen indem man den Kontakt mit Cremes und Gleitgels auf Fettbasis weitestgehend vermeidet.

Ich hab es übrigends geschafft, den Riss in meiner ersten Latexjeans selbst zu reparieren. Nunja der Riss ist zu – aber von außen noch relativ gut sichtbar (0,6mm starkes Latex) aber er kann nicht mehr größer werden. Zum Ausgehen trage ich sie nun nicht mehr aber im trauten Heim und für Sessions habe ich sie doch noch immer recht gerne an.

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