Das Korsett: Selber schnüren
Wie ich bereits in einem früheren Artikel schon mal geschrieben habe, ist das geschnürt werden schon ein besonderes Erlebnis. Jedoch ab und an kommt Frau doch mal in die Verlegenheit, selber schnüren zu müssen. In diesem Fall sollte sie dann ihr Korsett so weit aufschnüren, dass sie den Hakenverschluss ohne Probleme und große Anstrengung schließen kann. Zu viel Gewaltanwendung aufgrund eines unzureichend aufgeschnürten Korsetts kann einerseits Schäden am Hakenverschluss selbst oder am Stoff in diesem Bereich nach sich ziehen.
Anschließend sollte sie das Korsett gründlich zurecht rücken damit es einerseits gerade und andererseits möglichst bequem sitzt. Nun werden die Zugschnüre gekreuzt und legt die Schlaufen zwischen Daumen und Zeigefinger. So ist es möglich, optimal zu ziehen. Nun gilt es die Schnürung durch leichten Zug zu spannen.
Weil sich die Schnüre vor allem in der Mitte bewegen, muss die Schnürung von oben und unten zur Mitte hin immer wieder nachkorrigiert werden. Zwischen den Korrekturen immer an den Schlaufen ziehen. Dieses Prozedere muss so lange fortgesetzt werden, bis die gewünschte Enge erreicht worden ist. Sollte nun nur noch der obere oder untere Teil noch etwas weiter verengt werden, ist es möglich, einfach nur am oberen oder unteren Schnurpaar zu ziehen. Auf diese Weise lässt sich das Korsett optimal anpassen.
Bei sehr langen Korsetts ist es jedoch sehr schwierig, diese alleine zu schnüren. Je länger so ein Korsett ist, desto schwieriger geht die Prozedur von statten. Die von mir beschriebene Methode eignet sich in erster Linie für Korsetts bis zur Länge eines Unterbrustkorsetts. Bei längeren Korsetts wie dem Vollbrustkorsett oder dem Viktorianischen Korsett ist man besser beraten, sich schnüren zu lassen. Es bedarf nämlich sehr großer Gelenkigkeit um die oberen und unteren Enden der Schnürung entsprechend nachkorrigieren und und festziehen zu können.

