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BDSM Fetisch Gothic Erotik Gegenerde

Wie benimmt man sich eigentlich als Top?

Januar 31st, 2011 in BDSM by Kajira

Schreien oder wirken?

Gleiche Pflicht für alle! Was in meinem letzten Artikel über BDSM für submissive Menschen galt, ist mehr oder minder auch ohne Abstriche für dominante Zeitgenossen zu übernehmen. Außerhalb von Spielsituationen zählt der Mensch – nicht die Rolle. Es existieren im Grunde keinerlei Veranlassungen mein komplettes SM Umfeld dominieren zu wollden oder müssen und Freundlichkeit ist auch für die Damen und Herren Tops eine Zier. Aber vielleicht auch hier einige Anregungen zu dominantem Verhalten, wenn es “darauf ankommt”: Souveränität ist das Zauberwort, dass bei submissiven Spielpartnern den richtigen Schalter umlegt. Hysterie, Schrei-Arien oder übertriebene Darstellungen machen jeden Top bildlich gesprochen zum lebenden Comic. Glaubhafte Überlegenheit kommt von Innen, ist selbstverständlich und strahlt auch eine gewisse Ruhe aus. Dominanz darf humorvoll sein, Dominanz kann lächeln, sie muß nicht verkniffen sein. Dominanz beherrscht durch Klarheit und Überzeugung. Mentale Stärke und Phantasie sind ein unschlagbares Doppel. Sichere Stimme kann leise sein, denn wer schreit hat unrecht, das ist weitreichend bekannt. Und: auch der dominante Part darf sich sehr wohl auch Schwächen leisten, ebenso wie der submissive niemals seine Stärke zu verlieren braucht. Eigentlich ist das alles doch nicht so schwer oder?

knieende Kettensklavin

Kriechen oder gehen? Wie benimmt man sich eigentlich als “Sub”

Januar 12th, 2011 in BDSM by Kajira

Eine sehr berechtigte und durchaus auch interessante Frage, die nur sehr schwer zu beantworten ist. Bereits vor einigen Jahren bin ich selbst schon mal auf diese Frage gestoßen und vor kurzem musste ich mich wieder einmal daran erinnern. Wenn es zwei unterschiedliche Formen von BDSM gibt, dann gibt es wohl auch unterschiedliche Verhaltensweisen… klingt schon mal logisch. Aber wir gehen ja von einem “grundsätzlichen” Verhalten aus. Wie benimmt man sich als Sub zum Beispiel bei einem ersten Kennenlernen, außerhalb jeden Spielcharakters? Und genau diese Frage lässt sich sehr einfach beantworten: man benimmt sich wie ein Mensch mit guter Kinderstube, ganz normal. Ganz besonders bei Gruppentreffen oder Stammtischen hat unterwürfiges Verhalten nichts zu suchen. Wobei es durchaus auch für die Umstehenden auch unterhaltsam sein kann. Die Frage jedoch, welche für die meisten aber von wesentlich größerem Interesse sein dürfte, ist wie man sich als Sub verhält, wenn man einer dominanten Frau oder einem dominanten Mann gegenübersteht und sich diese beziehungsweise diesen vielleicht sogar als möglichen Spielpartner vorstellen könnte… Auch hier gilt: freundliches Auftreten und vielleicht eine gewisse Zurückhaltung erfeuen mehr als unaufgefordertes “sich zu Boden werfen”. Die Regel ist eigentlich sehr einfach: solange ich mit jemandem nicht im “Spielkontext” stehe, verhalte ich mich völlig normal, bin hilfsbereit, nicht aufdringlich, unterhaltsam und aufmerksam. Speziell dominante Damen wünschen sich beim submissiven Mann eher den hingebungsvollen Galant, als den aufopfernden Kriecher.

Die Fesselkleidung

Dezember 30th, 2010 in BDSM by tarl

Über die vermutlich bekannteste Form der erotischen Fesselung habe ich ja hier schon einige Male geschrieben. Heute soll es zur Abwechslung mal um eher weniger häufig erwähnte Fesselutensilien gehen – der Fesselkleidung und Bondagesäcken.

Bondagesäcke gibt es je nach Hersteller auch in verschiedenen Formen und Ausführungen. In seiner ursprünglichen Form handelt es sich ganz banal um Ganzkörpersäcke aus denen lediglich der Kopf herauskuckt. Einige Modelle wiederum bedecken lediglich einen Teil des Körpers wie den Kopf oder den Oberkörper. Diese findet man aber sehr selten und beinahe genauso schwer ist es, Bondagesäcke mit angearbeiteter Kopfhaube zu finden. Der klassische Bondagesack wird um den Hals des Bottom geschlossen, so dass dieser zu keiner größeren Bewegung mehr in der Lage ist. Eher weniger Silvoll, aber ein stabiler Müllsack würde theoretisch den selben Zweck erfüllen. Bevor man sich der meist eher teuren Anschaffung eines Bondagesacks hingiebt, lässt sich damit jedoch ganz gut experimentieren, inwiefern diese Spielart überhaupt in Betracht kommt.

Säcke aus luftdichtem Material werden gerne auch mal als Saunasäcke bezeichnet. Aber vorsicht, theoretisch kann sub sich darin auch im wahrsten Sinne totschwitzen. Langzeitspiele sollte man daher mit Vorsicht genießen. So ein Sack erlaubt neben dem Saunaeffekt aber auch noch andere Spielereien. Man kann ihn in der Badewanne mit warmen Wasser füllen.

Outing: von Sinn und Unsinn SMiger Offenheit

Dezember 28th, 2010 in BDSM by Kajira

Was eigentlich ist grundsätzlich mit Outing gemeint? Eigentlich ist es doch nur die Tatsache, verhältnismäßig offen mit der eigenen “sexuellen Neigung” umzugehen. Outing heisst jedoch keinesfalls, mit einem Perversenstempel herumzulaufen und der nächsten Kassiererin im Supermarkt die eigene Sexualität und vor allem die Neigung unter die Nase zu reiben. Gemeint ist vielmehr, im Kreise von nahestehenden Menschen, auch diese Seite nicht tot zu schweigen. Die Meinungen zu Outing gehen unter Sadomasochisten weit auseinander und oftmals wird die Intention einfach mißverstanden. Selbstverständlich geht es prinzipiell niemanden etwas an, wer was in wessen Schlafzimmer auch immer so alles treibt. Aber was ist denn, wenn ich z.B. gerne auf einschlägige Partys gehe? Oder es einfach nicht akzeptieren will, daß meine Leidenschaften falsch als “Perversität” betrachtet werden? In einem geplanten Blogbeitrag geht es um das Thema “Ehepartner der mit SM Wünschen konfrontiert wird”. Es gibt Beispiele für schreckliche Rosenkriege, die entstehen, weil Menschen nicht richtig informiert sind und zu gerne das “Perversenbild” zeichnen. Diese Fehleinschätzung könnte vermieden werden, wenn SM Öffentlichkeitsarbeit mehr Unterstützung finden würde. Wenn sich das Bild SM in der Gesellschaft positiv verändert, würden auch die Ängste von Betroffenen zurückgehen, könnte leichter im eigenen Umfeld Klartext gesprochen werden. Natürlich ein kleiner Teufelskreis, denn irgendeiner muß ja mal damit anfangen, damit ein Wandel eintreten kann, der möglichst vielen hilft. Es gibt Menschen, die diese Schritte anstossen. Entweder weil sie etwas verändern wollen, oder weil sie einfach keine Lust auf Versteckspiele haben. Von manchen SMlern werden sie als extrovertierte Selbstdarsteller gesehen, was in meinen Augen Unsinn ist.

Instrument der Bestrafung: Der Rohrstock

Dezember 15th, 2010 in BDSM by Kajira

Der Rohrstock ist ganz besonders im Zusammenhang mit der englischen Erziehung bekannt und beliebt. Erinnert er doch an die Bestrafung durch die Gouvernante oder einen strengen Lehrer. Die übliche Länge eines Rohrstocks beträgt zwischen 50 und 100 Zentimeter mit einem Durchmesser von 5 bis 10 Millimeter.

Am weitesten verbreitet sind Rohrstöcke aus geschältem oder ungeschältem Rattan, quasi den Stämmen und Trieben von aus Südasien stammenden Palmen der Gattung Calamus. Dieses robuste Material wird unter anderem auch zur Herstellung von Möbeln verwendet. Rattanmöbel sind sicher vielen hier ein Begriff. Noch unverarbeiteter und ungeschälter Rattan hat noch Wachstumsknoten, welche zunächst mal abgeschliffen werden müssen um einen geraden und gleichmäßigen Stock zu erhalten. Beim geschälten Rattan handelt es sich dagegen um das Innere des Rattanrohres, welches herausgeschält wird. Es ist durchaus möglich, beide Varianten einzufärben – ich hab im Netz schon einige Farben entdeckt.

Wesentlich seltener sind Rohrstöcke aus Bambus. Wer sich nicht ganz sicher ist, was er nun in Händen hält, sollte einfach einen Blick auf den Querschnitt werfen. Rattan ist massiv, wogegen Bambus innen hohl ist. Dies ist auch der Grund, wieso Bambus wesentlich weniger flexibel ist und das Risiko dass der Stock bricht wesentlich höher ist. Bambus neigt im Falle eines Bruchs zum Splittern wodurch scharfe Kanten entstehen was die Verletzungsgefahr beim Spielen erhöht.

Die Zwangsjacke

November 28th, 2010 in BDSM by tarl

Bei dieser ganz speziellen Art der Strafkleidung steigt man mit den Armen in eine Art Jacke ein (ganz als würde man eine normale Jacke verkehrtherum anziehen), wobei hier die Arme je nach Variante entweder vor dem Brustkorb oder aber hinten auf dem Rücken mit Gurten ganz stramm fixiert werden. So kann man seine Arme nicht mehr bewegen und ist ganz und gar hilflos ausgeliefert. Bei einigen Zwangsjacken, welche den meisten von uns nur aus Krankenhaus- und Horrorfilmen bekannt sind, befindet sich ein zweiter Gurt, welcher zwischen den Beinen durch den Schritt geführt wird. Dadurch wird die Möglichkeit genommen, die Jacke über den Kopf abzustreifen und die Chancen aus der Jacke überhaupt wieder ohne fremde Hilfe herauszukommen sinken deutlich gegen Null.

Im 19. Jahrhundert hat Benjamin Ruth die Zwangsjacke entwickelt. Ihr ursprünglicher Zweck war die Fixierung eines Menschen zu seinem Selbstschutz. Menschen die sich selbst oder andere verletzen wollten, beziehungsweise krankheitsbedingt mussten, wurden damit gesichert. Die Modelle welche in der BDSM-Szene zur Anwendung kommen, sind vom Design her oftmals ein wenig abgeändert.

24/7 – Phantasietrip oder reale Lebensform?

November 13th, 2010 in BDSM by Kajira

Die Fragen aller Fragen die Einsteiger regelmäßig interessieren lautet: “Was ist eigentlich 24/7″?
Und die nächste Frage folgt auf dem Fuße: “Wie kann denn so etwas dauerhaft funktionieren?”

Zunächst der geheimnisumwogene Begriff: 24/7 steht für”24 Stunden, 7 Tage die Woche”, und bezeichnet somit eine Totalunterwerfung in Verbindung mit einer kompletten Machtübergabe. Da ist sie also wieder, die Lebensform D/S. Genau hier findet sie Ihre größte Phantasie und mindestens ebensolche Herausforderung: in 24/7 – “Rund um die Uhr”. Und die erste übliche Reaktion ist natürlich: “So ein Unsinn kann nicht funktionieren, wie könnte denn ein Mensch ständig den Ton angeben und der andere sich permanent unterwerfen…?” Wer ein wenig weiter darüber nachdenkt merkt schnell, dass diese Thematik Einfühlungsvermögen und Vorstellungskraft benötigt. Natürlich kann 24/7 unter der Denkweise “ständiger Beherrschung” im Grunde nicht funktionieren. Paare welche diese Form kontinuierlich leben entscheiden sich daher auch meist für eine andere Prämisse: “Der dominante Part kann jederzeit seine Macht einfordern, er muss es aber nicht ununterbrochen. 24/7 ist am besten als “ständige Möglichkeit” zu beschreiben, nicht als “ständige Verpflichtung”. Und unter dieser Betrachtungsweise werden 24/7 Beziehungen dann eben doch auch wesentlich leichter begreifbar. Sicherlich werden sie den Beteiligten nicht geschenkt. Keine Lebensform benögt mehr Reflektion, mehr Klartext, mehr Klarheit. Beide übernehmen ein Höchstmaß an Eigen- und Fremdverantwortung

Sklavin an der Gerte dienend

Instrument der Bestrafung: Die Gerte

Oktober 26th, 2010 in BDSM by Kajira

Heute habe ich mal wieder etwas für Euch aus der Reihe Instrumente der Bestrafung. Das Thema diesmal: Die Gerte.

Eigentlich ist die Gerte ein Schlaginstrument aus dem Reitsport und dementsprechend gibt es sie in zwei unterschiedlichen Varianten – als Spring- und Dressurgerte.

Der Vorteil von Gerten ist, dass sie aufgrund ihrer Stabilität eine bessere und einfachere Platzierung der Schläge ermöglicht. Mit etwas Übung kann der Flagellant die Schläge zum Beispiel auf den Po des Subs so exakt nebeneinander platzieren, dass ein fächerförmiges Muster dabei entsteht. Beim Zuschlagen sollte man aber tunlichst darauf achten, dass man nicht besonders empfindliche Körperstellen wie beispielsweise die Nieren oder direkt unter der Haut liegende Knochen und Nerven trifft. Auch im Intimbereich und auf der Brust sollte man es mit zu schwungvollen Hieben nicht übertreiben.

Die sehr robuste Springgerte ist von den beiden erwähnten Gertenformen die kürzere, gedrungenere aber auch steifere. Sie endet vorne mit einem ledernen Dreieck, auch als Patsche bezeichnet. Schläge mit einer Springgerte sind nicht ganz so bissig und schmerzhaft als Hiebe mit der Dressurgerte. Dafür bieten sie aber neben dem Schmerzreiz noch einen akustischen Effekt, wenn die Patsche auf die Haut trifft.

Dressurgerten sind etwa 120 bis 160 cm lang, sehr dünn und haben vorne eine kleine Schnur. Sie sind deutlich flexibler als Springgerten und ermöglichen dadurch erheblich schmerzhaftere Schläge. Dabei lassen sie sich sehr präzise handhaben und erlauben ein sehr exaktes Zielen.

Peitsche und Halsband

Instrument der Bestrafung: Die Peitsche

Oktober 12th, 2010 in BDSM by Kajira

Heute habe ich mal Wieder einen Artikel zum Thema Instrumente der Bestrafung für Euch. Diesmal dreht sich alles um die Peitsche! Im vorherigen Artikel habe ich über Knebel geschrieben und auch dieser Artikel wird sicherlich nicht der letzte sein!

Peitschen sind sicherlich die bekanntesten und vielfältigsten Schlaginstrumente. Gewöhnlich haben sie einen festen Griff an dem flexible Riemen befestigt sind. Bei Peitschen wird zwischen mehreren unterschiedlichen Grundformen unterschieden. Davon ist die mehrschwänzige Peitsche wohl der bekannteste Ableger, oft auch als Katzen bezeichnet. Es gibt sie mit zwei und mehr, bis hin zu einigen Dutzend Riemen. Je nach verarbeitetem Material und gewählter Materialstärke einen unterschiedlichen Wirkungsgrad haben. Die neunschwänzige Peitsche dürfte vermutlich auch sehr vielen geläufig sein.

Dann wäre da noch die Single Tail zu erwähnen. Wie der Name bereits vermuten lässt, besteht sie aus nur einem Riemen. Die beeindruckendste Ausführung ist hier die Bullwhip, auch Bullenpeitsche genannt. Je nach Machart erzeugen die einschwänzigen Peitschen dieses eindrucksvolle Peitschenknallen. Spezielle Varianten hier sind die Signalpeitschen – hier geht es jedoch mehr um den aktustischen Effekt.

Lifestyle-SM oder Naturveranlagung

Oktober 5th, 2010 in BDSM by Kajira

Oder die Suche nach dem eigenen Weg.

Zwei ebenso provokante wie falsche Bezeichnungen, die leider durch manche Köpfe schwirren, aber eigentlich verbannt gehören. Letztendlich benennen sie die beiden unterschiedlichen Intentionen von SMern.

Lifestyle: Der verspielte Umgang mit Lust und Experimenten

Naturveranlagung: Ritualgeprägte Hingabe, die einen ernsthaften Anspruch an gelebte Neigung stellt.

Das ganze erinnert irgendwie ein wenig an “echten und falschen SM” und irgendwie auch an ein “Krankheitsbild” oder “Zwangssexualität” und gehört allein schon deshalb in die alte Mottenkiste. Richtig ist allerdings, dass es eine Komponente gibt, welche die elementare Unterschiedlichkeit im Umgang mit BDSM zeigt: DS. Devotion, Domination und Submission sind “Spielarten”, die eine Grundeinstellung zu psychischen Kicks beinhalten. Vielen DSlern ist es daher wichtig, klare Machtstrukturen in ihrer Sexualität, ihren Bindungen, auch ihrer Lebensform zu spüren.