Körper & Geist: von psychischen & pysischen SM Momenten
Wenn ich mich im Blog so durch die Kategorie BDSM bewege wird schnell deutlich, dass sich SM äußerst selten nur auf nur einer Ebene bewegt. Meist kommen Kopf und Bauch zusammen, es verlangen Phantasiebilder und körperliche Reize gemeinsam nach Erfüllung. Egal ob BDSM oder D/s gewichtet, die größte Herausforderung liegt meist darin, “sich fallenlassen können”. Jeder von uns SMlern trägt sehr viel “Alltagsmensch” in sich und dieser lässt sich nunmal nicht einfach ausschalten.
Es bedarf daher einiger Übung und selbst nach vielen Jahren der Erfahrung wird es immer noch diverse Momente geben in denen der eigene Kopf einfach nicht loslassen will. Gibt es Tipps, die ein “Fallen” erleichern? Sicher nicht verallgemeinbar. Aber manchmal kann es helfen, die reale Spielsituation durch einen zusätzliches Kopfkino zu ergänzen. Ein Ausflug auf die Metaabene, was bedeuted “sich selbst in diesem SM-Spiel zuzusehen” kann manchmal den notwendigen und gleichzeitig erlösenden Kick verschaffen. Schmerzen wiederum kann man entweder “aufsaugen” indem man sich völlig auf sie konzentriert, oder “erträglich gestalten”, indem man sich mental von ihnen entfernt. “Dabei an etwas Schönes denken und die Insel projezieren”, kann diese Möglichkeit schaffen, den eigenen Körper ansatzweise zu verlassen und den Schmerz zu relativieren. Man muss nicht über glühende Kohlen laufen, es reicht bereits ein wenig die Fähigkeit zu “autogenem Training”, um im richtigen Moment die Flügel ausbreiten zu können. Das alles betrifft Top und Sub im Übrigen gleichermassen. Jeder zieht seinen Genuss nur zum Teil aus Phantasie und Praktik, der wichtigste Kick entsteht letztendlich aus dem Zusammenspiel beider Partner und aus der Reaktion des anderen. Aus ihrem Genuss, ihrer Hingabe, ihrem Höhenflug. Individuelle Rollen und Rituale können dabei lediglich einen gewissen Rahmen schaffen.


