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Die Fesselkleidung

Dezember 30th, 2010 in BDSM by tarl

Über die vermutlich bekannteste Form der erotischen Fesselung habe ich ja hier schon einige Male geschrieben. Heute soll es zur Abwechslung mal um eher weniger häufig erwähnte Fesselutensilien gehen – der Fesselkleidung und Bondagesäcken.

Bondagesäcke gibt es je nach Hersteller auch in verschiedenen Formen und Ausführungen. In seiner ursprünglichen Form handelt es sich ganz banal um Ganzkörpersäcke aus denen lediglich der Kopf herauskuckt. Einige Modelle wiederum bedecken lediglich einen Teil des Körpers wie den Kopf oder den Oberkörper. Diese findet man aber sehr selten und beinahe genauso schwer ist es, Bondagesäcke mit angearbeiteter Kopfhaube zu finden. Der klassische Bondagesack wird um den Hals des Bottom geschlossen, so dass dieser zu keiner größeren Bewegung mehr in der Lage ist. Eher weniger Silvoll, aber ein stabiler Müllsack würde theoretisch den selben Zweck erfüllen. Bevor man sich der meist eher teuren Anschaffung eines Bondagesacks hingiebt, lässt sich damit jedoch ganz gut experimentieren, inwiefern diese Spielart überhaupt in Betracht kommt.

Säcke aus luftdichtem Material werden gerne auch mal als Saunasäcke bezeichnet. Aber vorsicht, theoretisch kann sub sich darin auch im wahrsten Sinne totschwitzen. Langzeitspiele sollte man daher mit Vorsicht genießen. So ein Sack erlaubt neben dem Saunaeffekt aber auch noch andere Spielereien. Man kann ihn in der Badewanne mit warmen Wasser füllen.

Säcke aus luftdurchlässigem Gewebe wiederum haben den Vorteil, dass die Gefahr des übermäßigen Schwitzens nicht so sehr gegeben ist und der Bottom auch komplett in den Sack gesteckt werden kann, ohne dass man das Risiko eingehen muss, dass Subbie erstickt. Zusätzlich kann man sich die Augenbinde ersparen wenn Sub komplett im Sack steckt und ferner kann man das Spiel ohne Risiko über einen Längeren Zeitraum ausdehnen.

Egal für welche Variante man sich nun entscheidet, beim Spiel sollte man darauf achten, dass die Sub so platziert wird, dass sie nicht umfallen kann. Denn in solch einer beengten Lage lässt sich ein Sturz kaum abfangen und dementsprechend groß ist das mögliche Verletzungsrisiko.

Es gibt aber außerdem noch etliche weitere Varianten der Strafkleidung. Viele davon sind nicht ganz so restriktiv wie der Bondagesack. Folgende Kleidungsstücke lassen sich durchaus auch als Straf- oder Fesselkleidung bezeichnen wie beispielsweise Harnesse, Zwangsjacken, “gewöhnliche” Kleidung, Keuschheitsgürtel, Humpelröcke, Fesselschuhe und Fäustlinge.

Als “gewöhnliche” Kleidung kann man zum Beispiel das Korsett bezeichnen, an dem D-Ringe zum Befestigen von Fesseln angearbeitet sind. Es gibt jedoch auch Kleider welche auf ihrer Innenseite Fixierungsmöglichkeiten eingearbeitet haben. Auch für Herren habe ich bereits Kleidungsstücke wie Oberteile und Hosen gesehen, an denen Fesseln befestigt werden können.

Ähnlich restriktiv wie Bondagesäcke sind auch Humpelröcke. An ihnen sind zwar keine Fesseln befestigt – würde meiner Meinung nach auch der Optik nicht besonders dienlich sein. Jedoch ist so ein Humpelrock derartig eng geschnitten, dass nur noch kleine Tippelschritte möglich sind. Viele dieser Röcke haben zusätzliche Riemen, die quer verlaufen und in ihrer Weite verstellt werden können. Dies erlaubt es, die maximal mögliche Schrittlänge zu variieren.

Unter Fesselschuhe versteht man im weitläufigen Sinne High Heels oder Stiefel mit diversen Befestigungsmöglichkeiten für Seile, Karabiner und allem Vergleichbaren was bei Fesselspielen so zum Einsatz kommen kann. Ab und an findet man auch Stiefel an deren Sohlen D-Ringe angebracht sind. Damit kann man dann Sub zum Beispiel für eine Suspension Bondage aufhängen. Aber auch High Heels mit abschließbaren Knöchelriemchen und abschließbare Stiefeletten werden zu dieser Art Schuh gezählt.

Fäustlinge sind meistens aus Leder oder Latex, manchmal auch aus robustem Stoff und sehen durchaus den gleichnahmigen Winterhandschuhen sehr ähnlich. Der Unterschied besteht darin, dass der Bottom sie nicht selbst wieder ausziehen kann weil sie am Handgelenk mit Schnallen und Schlössern gesichert werden können. Gerne werden sie auch dazu eingesetzt, Subbies Feinmotorik zu nehmen um so das Gefühl der Hilflosigkeit zu verstärken.

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