Bondage
Japanisches Bondage oder Shibari
Das Japanische Bondage ist, wie der Name schon sagt, eine aus Japan stammende Kunst der Fesselung. Ziel ist es bei dieser Bondageform, eine möglichst ästhetische und harmonische Einheit aus Körper und Fesselmaterial zu bilden. Um dies zu erreichen, müssen sich allerdings die Muster, in denen die Seile liegen, mit der dem Gefesselten aufgezwungenen Körperhaltung ergänzen und zu einer einzigen emotionalen Aussage verschmelzen.
Ursprünglich wird diese Variante des Bondage mit Seilen, welche meist aus Hanf oder Jute hergestellt wurden, ausgeführt. Besonders wichtig ist, dass die Seile möglichst symmetrisch verlaufen und eng am Körper anliegen. Überlappungen sollten dabei weitestgehend vermieden werden und Seile, welche parallel zueinander verlaufen sollten keinen freien Raum zwischen einander haben.
Im Japanbondage gibt es neben der kreativen Freiheit des Bondagekünstlers natürlich auch so einige Standard Fesselungen. Der “rope dress” zählt vermutlich mit zu den am häufigsten vorzufindenden Fesselungen. Hierbei werden die Seile in einer weitestgehend festgelegten Art um den Torso des Bottom gelegt, sodass sich dadurch ein Muster auf der Haut abzeichnet, welches noch eine ganze Weile sichtbar bleibt nachdem die Fesselung gelöst wurde. Mir sind bisher zwei Varianten des rope dresses bekannt: box und diamond.
Im letzten Jahrhundert hat die asiatische Bondagekunst nun auch ihren Weg in die westliche Welt gefunden. Hier hat sich sich zu einer Bezeichnung für alle Formen des Bondage entwickelt, deren Ziel eine anmutige und präzise Symbiose zwischen den Seilen und dem Körper des Bottom ist. Aufgrund der mittlerweile sehr vielen Vermischungen und Weiterentwicklungen kann heutzutage leider nicht mehr exakt zugeordnet werden, welche Elemente denn nun aus Asien stammen und was durch unsere westliche Kultur hinzugefügt wurde.


