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Abbinden und Klammern

Januar 21st, 2012 in BDSM by tarl
Foltern der Brustwarzen mit Klammern

Einige von Euch kennen vermutlich das schaurig prickelnde Gefühl beim Ansetzen einer Klammer mit verdammt süßen Zähnchen, andere wiederum wissen um das Leuchten in den Augen des Malträtierten, berührt man sanft die gespannte und so was von empfindlicher Haut des gefesselten Hodens. Dieser Artikel hier soll jedoch keine Anleitung zu Bondage-Techniken und Beklammerungskünsten darstellen, sondern vielmehr einige Punkte hinsichtlich Aktion und Reaktion sowie ein paar medizinische Hintergründe behandeln.

Heute gilt mein Hauptaugenmerk dem setzen von Klammern an Brüsten, Hoden und Penis:

Möchtet man nun in diesem empfindlichen Bereich eine Bondage anlegen, sollte man sich möglichst für ein etwas dickeres Seil entscheiden. Etwa 0.8 cm und mehr im Durchmesser darf es schon haben. Weshalb liegt völlig simpel in der einschneidenden Wirkung von dünneren oder elastischen Materialien, wie Draht, Nylonstrümpfe, Gummibänder, Schnürsenkel oder Paketschnur begründet. Bei der Verwendung von elastischen Materialien sollte die Zugwirkung bei einer straffen Wickelung auf keinen Fall unterschätzt werden. Ausserdem lassen sich diese im Ernstfall sehr schlecht lösen und führen unter Umständen zu einer Unterbrechung der Blutzufuhr, was wiederum eine Unterversorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff im Gebiet dahinter zur Folge hat. Sicherlich lassen sich beim Abbinden eines Hoden oder Penis dünnere Schnürungen besser verwenden, wählt aber dann aber bitte ein Material aus, dessen Knoten sich ohne große Mühe und schnell von Fingern öffnen lässt. Aber bekanntlich reizt ja gerade alles Verschriene und Verbotene ganz besonders ;-)  Wisst Ihr jetzt, was zu tun ist? Einfach ein geeignetes Körperteil auswählen und schon kann es losgehen …. oder vielleicht doch nicht ganz so schnell mit den jungen Pferden?

Die Brust

Die Brust der Frau besteht hauptsächlich aus dem Drüsenkörper welcher fürsorglich in ein Nest aus Bindegewebe und Fett gebettet ist, sowie der Brustwarze vorn an der Spitze, welche alleine aufgrund der vielen Nervenendungen hoch sensibel ist. Die Belastbarkeit ist von Person zu Person völlig unterschiedlich.

Die Brustwarzen

Hier einmal zur Abwechslung aus der mit Klammern oder Klemmen geschmückten Betrachtungsweise: Das Objekt der Begierde ist sicher sehr beanspruchbar, bei Frauen meist mehr, als bei männlichen Artgenossen. Sie ist in der Lage, so manchen missglückte Behandlung zu verzeihen, dennoch sollte kein Akt zu ihrer Amputation führen. Bevor man also eine Klammer ansetzt, und das vielleicht auch noch zum ersten Mal, könnte man in Erwägung ziehen, diese vorher an einer nicht ganz so empfindlichen Stelle am Körper erst einmal auszuprobieren. Man kann sich sehr wohl auch ein wenig Mühe geben beim Anlegen und statt der beabsichtigten 2 Millimeter, die vom Wirkungsgrad her sicher erheblich effektiver sind, dann doch lieber eine Hautfalte von 5 mm Dicke nehmen. Es gibt sonst so unschöne Narben wegen der Quetschungen. Erkenntnis: Je mehr Gewebe sich zwischen den Backen einer Klammer oder Klemme befindet, desto verträglicher. Vom Prinzip her gilt oben Erläutertes auch für den Penis und die Hoden.

Der Penis

Der Effekt an einem nicht eregiertem Penis eine Fesselung vorzunehmen ist sicher größer, als im eregierten Zustand die Schnüre zu schwingen. Bekanntlich sollen Hilfsmittel zur Stauung des Blutes wie zum Beispiel Cockringe oder Schnürungen ein Lächeln in die Gesichter aller beteiligten zaubern. Der Zauber verfliegt aber ganz schnell, wenn man diese Stauung nicht mehr gelöst beziehungsweise aufbekommt. Das kann unter Umständen zu Veränderungen des Gewebewassers in der Umgebung führen welche dann selbst bei Lösung des Knotens ein Abfließen des gestauten Blutes unmöglich machen. Es könnte eine Dauererektion folgen, welche sehr schmerzhaft und meist nur durch einen operativen Noteingriff zu beheben ist. Daher verwendet bitte, wenn Ihr auf diesem Gebiet noch keine oder wenig Erfahrung habt, keine Bindfäden, Schnürsenkel, Gummibänder oder Draht. Auch Cockringe aus Metall, die sich im Notfall nicht zerschneiden lassen hebt Euch bitte für später auf. Es gibt nette Ideen aus Leder, mit verstellbarem Durchmesser, oder Penisringe aus Latex, die erstens elastisch und zweitens im Notfall zerschneidbar sind. Wenn Nadelfetischisten unter meiner Leserschaft beim Anblick eines prallen Penis jetzt leuchtende Augen bekommen sollten, legt am besten gleich eine ganze Zewa-Rolle drunter, das Stichereignis hinterlässt mit Sicherheit einen sprudelnden Eindruck.

Der Hoden

An sich gar nicht so weit entfernt vom Penis, und meistens bei einer Bondage sowieso schon mit einbezogen, so gebühren ihnen hier doch ebenfalls ein paar eigene Zeilen. Wem es noch nicht bekannt sein sollte: Es befinden sich darin unter anderem in der Regel zwei ganze Hoden, nebst zwei zu- und abführenden Samensträngen. Darin enthalten je ein Samenleiter mit seinen Blutgefäßen, sowie weitere kleinere Arterien, ein Venengeflecht, Nerven und je ein umhüllender Muskel. Widmet man seine Aufmerksamkeit nun also dieser herrlichen Konstruktion, sollte man es eher langsam angehen, denn jede einzelne Faser muss die Möglichkeit bekommen sich im Falle einer Dehnung unter Gewichten an die neue Länge zu gewöhnen. Schliesslich möchte man ja keine Pflaumen vom Baum ernten, oder…? Bei einer Fesselung im Ansatzbereich ist zu beachten, dass hier die Samenstränge sehr in Mitleidenschaft gezogen werden können, womit der Geburtenkontrolle dann endgültig Genüge getan wäre. Wissen sollte man ferner, dass oberflächlich die Venen liegen. Über sie fließt alles ab, beziehungsweise wird alles abtransportiert. Tiefer finden sich dann die Arterien. Sie bringen alles Neue mit. Daneben schlummern die Nerven. Wird die Hodenfesselung ganz sachte angelegt, passiert wahrscheinlich gar nichts. Setzt man jedoch unter Zug einen Knoten, wie zum Beispiel beim Verpacken eines Päckchens, unterbindet man den venösen Abstrom da die Venen ja an der Oberfläche verlaufen. Es kommt zum Stau von Blut im Areal dahinter, und somit wird es erst einmal voller, praller und fester. (Ganz ähnlich wie beim Blut ab nehmen. Der Stauschlauch ist im Prinzip eine getarnte Bondage.)

Gefahren und Risiken

Gefährlich wird es, wenn die Bondage zu fest angezogen wird! Denn dann wird auch die arterielle Zufuhr unterbunden. Es kommt zu einem Abbinden des Gefäßes, und demzufolge zu einer Unterversorgung des dahinterliegenden Gebietes, was erhebliche Gefahren mit sich bringt. Bei längerfristig angelegten Klemmen oder Fesselungen kann das venöse Blut nicht mehr Abfließen. Dabei kann es zum Einklemmen von Nerven, Arterien oder Gefäßen allgemein kommen. Durch den permanenten Zustrom durch die Arterien ohne Abfluss kommt jede noch so dehnbare Haut irgendwann an ihre Grenze. Es wird zu voll und die Gewebestrukturen bedrängen sich selber. Rein medizinisch gesehen sind das erste Vorboten für Schäden im Gewebe. Manchmal möchte man gerade diesen prallen Zustand, das prickelnde Gefühl, eine Überempfindlichkeit und ein Kribbeln damit herbeiführen. Wenn Ihr denn mal solch eine prall gefüllte Herrlichkeit vor Euch habt, geht bitte sanft damit um, auf einen prall gefüllten Wassersack würdet Ihr auch nicht mit aller Heftigkeit schlagen, es sein denn, Ihr wolltet Ihn Euch mal von Innen anschauen.

Stecht auf keinen Fall mit spitzen Gegenständen hinein – das macht ein unschönes Muster auf dem Fußboden. Zu Klammern oder Klemmen wäre noch zu erwähnen dass je grösser, oder besser je dicker die Hautfalte dazwischen ist, desto geringer der möglicherweise angerichtete Schaden. Verwendet Ihr Klemmen, bitte die ohne Zähnchen. Letztendlich ist es eine Ermessensfrage und individuell verschieden, wie lange, wie schlagkräftig oder wie intensiv etwas ausgeübt wird.

Wann aber weiss man denn nun, ob eine Arterie betroffen oder generell Vorsicht geboten ist?

Gewöhnlich verändert sich die Farbe der Haut erst ins blässliche dann ins bläuliche, sie wird kalt, auch berührungsempfindlicher, beginnt zu kribbeln wie unter Ameisenfüßchen und später kann ein Taubheitsgefühl dazu kommen. Auch ein pochendes Gefühl kann ein Indiz für eine Gefäßeinklemmung sein. Ein Taubheitsgefühl kann aber auch durch das Einklemmen eines Nervs beziehungsweise aus dessen Unterversorgung resultieren. Dies kann sehr wohl schon nach 5 Minuten der Fall sein.

Was ist nun zu tun?

Sofort die Fesselung oder die Klammer lösen! Für den Fall dass sich die Bondage nicht schnell genug durch Hand lösen lässt, sollte für den Notfall immer eine Schere bereit liegen. Bedenkt beim Anlegen einer Klammer, Klemme oder Intimfesselung immer, dass hier Gefäße zu- und abgeklemmt werden. Ist eine Unterbindung zu stark oder zeitlich zu ausgedehnt, kann es zum Absterben des Areals mangels Versorgung kommen, und wer mag schon seine Sklavin oder seinen Sklaven ohne seine Hände.

Was sollte allgemein beim Öffnen der Intimfesselung beziehungsweise dem Lösen von Klammern berücksichtigt werden?

Öffnet eine Klemme oder Klammer respektive löst eine Intimfesselung immer mit Bedacht, also langsam, damit in die abgebundene oder abgeklemmte Region das Blut langsam zurück fließen kann. Es sei denn man legt gesteigerten Wert auf den Urschrei Eures Sub, da die abrupte, stoßartige Zufuhr von Blut sehr heftige, stechende Schmerzen verursacht was bis hin zur Ausprägung einer Schocksymptomatik führen kann.. Wenn Sub sich aufgrund eines wunderbaren Spieles noch in einem schwebenden Zustand befindet, kann ein sehr unerotischer Schmerz diesen sehr aprupt beenden und zu hart auf den Boden der Realität zurück führen.

Für etwaiige Unfälle bei Durchführung von Praktiken, die hier Erläuterung finden, wird generell keine Haftung durch mich übernommen und wie immer Gilt der Grundsatz von Save, Sane and Consensual!

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